Wir unterstützen gefahrenstellen.de / das FeGiS-Projekt

Kirsten Bruhn Unterstützerin Gefahrenstellen.de

Kirsten Bruhn

Dreifache Paralympics Goldmedaillengewinnerin, Botschafterin für
Rehabilitation, Prävention und Sport beim Unfallkrankenhaus Berlin

„Hoffentlich geht das gut!“

Das denke ich häufiger, wenn ich mit dem Auto unterwegs bin und eine gefährliche Situation erlebe, meist an Kreuzungen oder Stellen mit schlechter Sicht. Ich fahre beruflich etwa 40-50.000 Kilometer pro Jahr mit dem Auto, Verkehrssicherheit hat für mich einen hohen Stellenwert. Vor der Haustür in Berlin haben wir mehrere gefährliche Stellen, insbesondere rund um eine Schule, da wundert mich fast, dass dort nicht öfter etwas passiert.

Gefahrenstellen erlebe ich aber noch öfter als Radfahrerin. Wenn ich meinen Vater in Neumünster besuche, fahren wir regelmäßig gemeinsam Fahrrad. Dann bin ich mit meinem Rollstuhl samt Vorspannbike unterwegs, da ist es an manchen Stellen echt gefährlich. Ich finde es wichtig, dass das Projekt zur Früherkennung von Gefahrenstellen im Straßenverkehr solche Bereiche erkennen und beseitigen möchte, und unterstütze dies sehr gerne.

Darüber hinaus wünsche ich mir auch bei der Verkehrsplanung mehr Engagement für Menschen mit Handicap: Eine große Hilfe wären deutlich mehr abgesenkte Bürgersteige – übrigens nicht nur für Menschen im Rollstuhl, sondern ebenso für Mütter mit Kinderwagen. Des Weiteren wäre es sinnvoll, Behinderten-Parkplätze nicht längs zur Straße, sondern (wenn genug Platz vorhanden ist) quer dazu anzulegen. Sonst muss ich direkt auf die befahrene Straße aussteigen und dort am Auto entlang zum Kofferraum, um meinen Rollstuhl zu entladen. Das birgt wieder Potential für Gefahren.

http://kirsten-bruhn.com/

Stadt Aachen Nowak Unterstützerin Gefahrenstellen.de

Claudia Nowak

Stadt Aachen
Fachbereich für Stadtentwicklung, -planung und Mobilitätsinfrastruktur

„FeGis+ unterstützt unsere Verkehrssicherheitsarbeit.“

Die Stadt Aachen begrüßt die Entwicklung des Tools FeGiS+ sehr und ist gerne Partnerin des Projektes. FeGiS+ wird uns bei der Analyse und Auswertung von Verkehrsunfällen helfen. Es wird unsere Chancen verbessern, Ursachen und Zusammenhänge von Verkehrsunfällen noch besser zu verstehen. Dieses Wissen kann proaktiv in unsere präventive Verkehrssicherheitsarbeit einfließen und so den Aktionsplan Verkehrssicherheit der Stadt Aachen unterstützen.

www.aachen.de/AChtsam-unterwegs


Gerrit Reichel

ACV Automobil-Club Verkehr e.V.
Pressesprecher

„Zu Hause bleiben ist keine Option“

Mobilität ist ein hohes Gut. Wir wollen selbst entscheiden, wie und wann wir uns bewegen, privat oder beruflich, im Urlaub oder auf dem Weg zur Arbeit, oder vielleicht auch nur zum Vergnügen. Mobil sein heißt aktiv sein, etwas sehen von der Welt, andere Menschen treffen. Die Kehrseite unserer Mobilität: das Unfallrisiko. Wollten wir die Gefahr auf null reduzieren, müssten wir wohl zu Hause bleiben. Weil das keine Option ist, gehen wir bewusst die Risiken
des Verkehrs ein.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erlitten im Straßenverkehr im Jahr 2019 insgesamt 3.046 Menschen tödliche Verletzungen. Die meisten Getöteten auf deutschen Straßen
sind bei Unfällen auf Landstraßen zu beklagen. Hier liegt ganz klar das größte Potenzial für mehr Verkehrssicherheit. Das Forschungsprojekt FeGiS+ mit der Initiative gefahrenstellen.de leistet hier einen ganz wichtigen Beitrag. Der ACV ist dankbar dafür, dieses Projekt unterstützen zu dürfen.

https://www.acv.de/