Der gefahrenstellen.de Gefahrenscore

Zur frühzeitigen Identifizierung von gefährlichen Stellen im Straßennetz werden mehrere Datenquellen in einem so genannten „Gefahrenscore“ zusammengeführt. Dazu zählen u.a. die polizeilichen Unfalldaten, die von Verkehrsteilnehmern abgegebenen Gefahrenmeldungen sowie Sensordaten zu sicherheitskritischen Fahrmanövern. Außerdem spielen auch Kontextfaktoren eine Rolle wie bspw. Daten zu Wetter, Verkehrsaufkommen etc.

Auf Basis all dieser und weiteren Daten wird der Gefahrenscore berechnet und ständig aktuell angepasst, um als dynamisches Frühwarnsystem für Gefahrenstellen zu dienen. Er wird in Form von unterschiedlichen Farbtönen (je nach Gefahrenlevel) auf der Gefahrenstellen-Karte eingeblendet. Der Gefahrenscore bezieht sich dabei, im Gegensatz zu den herkömmlichen Unfalldaten, nicht auf Punkte, sondern auf kurze Strecken bzw. Knotenpunkte. Dabei handelt es sich um unterschiedliche lange Straßenabschnitte, deren Länge je nach Art der Straße variiert, im innerstädtischen Bereich i.d.R. 20m auf der Autobahn sind diese Abschnitte länger. 

Auf unserer Beta-Version der Gefahrenscore-Karte der Region Aachen lässt sich so optisch schnell erkennen, wo genau gefährliche Bereiche liegen. Verkehrsteilnehmende können dadurch viel präziser an den entsprechenden Stellen gewarnt werden oder in Zukunft gleich von vorneherein die sicherste Route wählen. Kommunen erhalten ein Tool zur Analyse der Verkehrssicherheit sowie eine Möglichkeit zur Bürgerpartizipation. Diese Testversion der Karte befindet sich noch in der Weiterentwicklung, gibt jedoch bereits in diesem Stadium einen guten Überblick, wie die geplante Kartenfunktion aussieht. Diese Karte wird voraussichtlich ab Sommer auch für ganz Deutschland zur Verfügung stehen.